COACH

Mit 19 kam ich ins Gefängnis, erst mit 53 wurde ich wieder entlassen, trotzdem wurde ich nicht gebrochen. Tatsächlich gelang es mir, in der Haft als Mensch, Schriftsteller und Führungskraft zu wachsen. Wie habe ich das geschafft?

Dazu habe ich mir viele Gedanken gemacht, Zeit dafür hatte ich. Was ich beobachtet und gelernt habe, möchte ich nun an andere Menschen weiterreichen. Natürlich habe ich mich im Gefängnis auch intensiv mit der relevanten Literatur auseinandergesetzt. Mein wichtigster Mentor war sicherlich Viktor Frankl, sein Meisterwerk „…trotzdem Ja zum Leben sagen“ habe ich im Laufe der Jahrzehnte immer wieder und wieder gelesen. Aber die Bibel, Marcus Aurelius und Albert Camus haben mich ebenso inspiriert.

Eine der wichtigsten Erkenntnisse Frankls, die sich mit meinen Erfahrungen hinter Gittern deckt, ist, dass das Überleben allein nicht reicht. Das Leben muss einen höheren Sinn, ein Ziel, ein Logos haben — nur dann kann man auch überleben.

Eine weitere Erkenntnis: Wer nur für sich selber kämpft, verliert früher oder später den Mut und gibt auf. Man muss begreifen, dass das eigene Schicksal mit den Schicksalen anderer verknüpft und verbunden ist. Verinnerlicht man das, wird es fast unmöglich aufzugeben — denn man muss für andere weiterkämpfen, selbst wenn man die Hoffnung für sich selber verloren hat.

Deshalb habe ich während meinen 33 Jahren Haft ständig an verschiedenen Projekten gearbeitet, die meinem Leben einen höheren Sinn gaben und, direkt oder indirekt, auch anderen Menschen halfen. Im Gefängnis habe ich

  • sechs Bücher zu Themen wie Meditation, Strafvollzugsreform und meinem Leben veröffentlicht,
  • neun-ein-halb Jahre lang zwei Stunden am Tag meditiert,
  • eine Meditations-Gruppe, eine Tai Chi Klasse und die katholische Glaubensgemeinschaft geleitet,
  • einen internationalen Unterstützerkreis mit hunderten Mitgliedern geführt,
  • Politiker auf allen Ebenen, vom Gouverneursamt bis zum Bundeskanzleramt, direkt erreicht und
  • meinen Anwälten von 1995 bis 2019 aktiv und kleinteilig zugearbeitet.

Dadurch erwarb ich Fähigkeiten, die nicht nur mein eigenes Leben heute noch bereichern, sondern ebenso Leserinnen und Leser meiner Bücher interessieren.

In dieser Hinsicht hat es mich überrascht, wie unterschiedlich die verschiedenen Coaching-Anfragen, die ich bisher erhalten habe, waren. Tatsächlich war jede Anfrage vollkommen anders. Dadurch habe ich in gewisser Weise auch Neues über mich selber erfahren. Andere Menschen erkennen Wissen und Talente in mir, deren ich mir nicht vollends bewusst war.

Ich bin so dankbar, dass immer mehr Menschen mir ihr Vertrauen schenken und sich mit ihren Anliegen an mich wenden. Für mich ist das eine große Ehre, denn ich bin kein Coach im üblichen Sinn, sondern ein Wegbegleiter, der ungewöhnliche Erfahrungen und Perspektiven einbringt. Manchmal habe ich auch Fehler gemacht — aber ich habe aus ihnen gelernt und nie aufgegeben.

Die Formate, die ich hier anbiete, sind persönliche Gespräche auf individueller Ebene (Coaching bzw. Mentoring) oder im kleinen Kreis (Kamingespräch). Ich freue mich über alle Anfragen.

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Ich freue mich über Ihre Anfrage.

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