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Da hilft auch kein Yoga mehr

Gesundheits- und Sportwochen Böblingen, 8. April 2022

Am 8. April 2022 hielt ich einen 40 Minuten langen Vortrag in Böblingen mit dem Titel „Da hilft auch kein Yoga mehr“. Das Thema war Resilienz, also: wie man mit schwierigen Lebenslagen fertig wird. Den knapp 200 Mitgliedern des Publikums vermittelte ich drei Strategien, die mir sowohl im Gefängnis wie auch in der Freiheit geholfen hatten. Was den Zuhörern am besten zu gefallen schien, waren die kleinen Prisen Humor, mit denen ich die schockierenden Erzählungen aus dem Haftalltag etwas aufheitern konnte.

CANCEL CULTURE

Gilt Meinungsfreiheit für alle? Auch für mich?

Wer mich bucht, muss wissen, dass es Beschwerden geben wird. Bei jedem meiner bisherigen Auftritte als Speaker hat eine kleine Gruppe von Kritikern Mails an die Veranstalter, Sponsoren und Lokalpresse geschickt. Nach meinem siebtem Auftritt schrieb die Sindelfinger/Böblinger Zeitung über diese Kampagne, „Der Ruf des Veranstalters soll beschädigt, die Veranstaltung verhindert werden.“

Eine Sammlung typischer Beschwerdemails findet ihr hier. Sie wurden unter den Namen Andrew H., Jonas T. und Maria B. verschickt, allerdings sind sie inhaltlich und stilistisch sehr ähnlich.

Aus meiner Sicht ist dies ein typisches Beispiel von Cancel Culture: Menschen, die eine unliebsame Meinung vertreten, sollen gesellschaftlich ausgegrenzt und vor allem mundtot gemacht werden. Meine Kritiker wollen nicht, dass ich weiterhin öffentlich behaupte, unschuldig zu sein. Aber sie bestehen darauf, ihre Meinung, dass ich schuldig bin, öffentlich zu vertreten.

Gilt Meinungsfreiheit für jeden? Oder nur für Menschen, deren Meinungen wir zustimmen? Diese Fragen sind so spannend, dass ich sie in die Liste meiner Vortragsthemen aufgenommen habe.

PRESSEARTIKEL

Böblingen: Lebensfreude trotz Vorwürfen und Anfeindungen

12. April 2022 — Böblinger Zeitung von Matthias Staber

Kritiker des 1990 in den USA als Doppelmörder verurteilten Deutschen wollten dessen Auftritt als Redner im Böblinger Filmzentrum Bären verhindern. … „Ich würde es sehr begrüßen, wenn sie die Bewerbung, das Format und die Umsetzung der Veranstaltung noch einmal überdenken“, heißt es in einer E-Mail, die im Vorfeld von Sörings Auftritt nicht nur an den Veranstalter, sondern auch an dessen Partner und Sponsoren sowie Medien ging. Mit klarem Ziel: Der Ruf des Veranstalters soll beschädigt, die Veranstaltung verhindert werden.

BEKANNTGEBUNG

Universität Hamburg cancelt Söring

Prof. Dr. Dr. Milan K. — Mail an Stephan G. und Jens Söring — 13. Mai 2022

Lieber Stephan, lieber Jens, 

danke für die Weiterleitung, lieber Stephan. Florian J. und ich haben gestern auch einige – zum Teil massive – Mails erhalten, in denen mitunter angekündigt wird, die Veranstaltung zu stören. Ich bin eigentlich kein Freund davon, sich Drohungen zu beugen. Bei Veranstaltungen mit Studierenden in der Uni gehe ich aber lieber auf Nummer sicher: Da ich nicht gewährleisten kann, so kurzfristig eine friedliche Veranstaltung durchzuführen, habe ich mich schweren Herzens entschlossen, die Veranstaltung abzusagen. Unsere Zoom-Vorbesprechung am Montag kann dann entfallen.

Ich finde das alles sehr bedauerlich und schade und hoffe auf Euer Verständnis!

Herzliche Grüße 

Milan K.

PRESSEBERICHTE

Wer mich bucht, kann auch gute Presse bekommen.

LESERBRIEF

Zuschauer waren fasziniert und interessiert

Sindelfinger/Böblinger Zeitung – Leserforum – 20. April 2022

von Franziska Wittenburg

Herr Söring selbst betonte ganz klar, keine Unschuldserklärung erhalten zu haben. Dies betonte er gleichermaßen mit seiner eigenen Meinung, unschuldig zu sein, zurecht, wie ich finde. … Im Anschluss der Vorträge konnte ich beobachten, wie viele Zuschauer auf Herrn Söring zugingen und ihm Respekt zollten… Seine Bereitschaft, seinen Schatz mit bereitwilligen Menschen zu teilen, verdient meiner Meinung nach Anerkennung, mindestens aber Akzeptanz.

A.P. Salongespräch in Meyers Keller mit Jens Söring. Von links: Peter Urban (Moderator), Jens Söring, Jockl Kaiser (Gastgeber).
PRESSEARTIKEL

Die Geschichte von Ex-Häftling Jens Söring

29. März 2022 — Augsburger Allgemeine Zeitung von Peter Urban

Salongespräch — Bei Jockl Kaiser auf Meyers Keller, Böblingen

Es entspann sich ein teilweise fassungslos machender Dialog um Schuld und Sühne, um Lügen, befangene Richter, unterdrückte Beweise und die schrecklichen Details eines amerikanischen Rechtssystems, das aus deutscher Sicht in großen Teilen nur als unmenschlich bezeichnet werden kann. Wie man das überleben kann und trotzdem nicht den Glauben ans Leben verliert, das hat die Besucher in Meyers Keller sichtlich beeindruckt.

Foto: Gabriele Knoop
PRESSEARTIKEL

Autor Jens Söring erzählt in Wilster von Recht und Gerechtigkeit

19. März 2022 — Norddeutsche Rundschau von Gabriele Knoop

Verein Leselust in der St. Bartholomäus Kirche, Wilster

Die Veranstaltung stieß mit rund 100 Besuchern auf großes Interesse. Söring schilderte seinen Straffall fast zwei Stunden lang in einem freien, fesselnden und rhetorisch ausgefeilten Vortrag. Es blieb die ganze Zeit konzentriert still in der Kirche, die auch mit vielen jüngeren Besuchern gefüllt war. „Ein spannender Abend, ein sehr beeindruckender Vortrag“, befand Ina K. aus B.

Meine Themen

Da hilft auch kein Yoga mehr

Resilienz-Strategien aus 33 Jahren US-Haft

Jens Söring erzählt aus seinem Alltag in amerikanischen Hochsicherheitsgefängnissen, also von Todesstrafe, Vergewaltigung und Beschuss mit Schrotflinte. Mit gelegentlichem Humor beschreibt er, wie er körperlich, geistig und emotional überlebte: indem er Kredithai wurde, sechs Bücher veröffentlichte und jahrelang intensiv meditierte. Dieselben Resilienz-Strategien halfen Söring auch, als er nach seiner Entlassung im Alter von 53 Jahren einen Neuanfang in Deutschland wagen musste.

War ich‘s oder war ich‘s nicht?

Wieso ich ohne Unschuldserklärung entlassen wurde

In den USA gilt das Prinzip „Life means life,“ lebenslänglich bedeutet bis zum Ende des Lebens — also bis zum Tod hinter Gittern. Jens Söring erhielt nicht nur eine lebenslange Haftstrafe, sondern zwei. Trotzdem wurde er nach „nur“ 33 Jahren auf Bewährung entlassen, ohne Anerkennung seiner Unschuld. Wie konnte es dazu kommen? Und warum werden so viele Menschen in den Vereinigten Staaten irrtümlich verurteilt? Experten sprechen von 92.000 bis 161.000 unschuldigen Häftlingen in US-Gefängnissen. Söring erklärt, wieso er aus seiner Sicht eines dieser Justizopfer war.

Meinungsfreiheit für alle?

Meine Erfahrungen mit der deutschen Cancel Culture

Erst drohten sie Jens Söring mit einer Verleumdungsklage, dann reichten sie Beschwerden gegen verschiedene TV-Sender ein, zuletzt verschickten sie massenweise Mails an Veranstalter, die ihn als Redner buchen wollten. Wer sind diese Menschen, die Söring daran hindern wollen, seine Geschichte zu erzählen? Und was sagt das über die Meinungsfreiheit in Deutschland? Schließlich ist die Kampagne gegen Söring nur ein Beispiel der sog. Cancel Culture, wobei Menschen mit unpopulären Meinungen mundtot gemacht werden.

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